Gesund abnehmen: Ohne Crash-Diäten ans Ziel kommen
17. 2010Viele machen den Fehler und versuchen mit Hungerkuren den lästigen Fettpolstern zu Leibe zu rücken. Solche Radikal-Diäten sind jedoch ungesund und versprechen keine langfristigen Erfolge.
Wie kann man gesund abnehmen, ohne sich mit lästigen Diäten herumschlagen zu müssen? Für eine gesunde Gewichtsabnahme ist es wichtig, nicht auf Nahrung zu verzichten, sondern die Ernährung umzustellen. Außerdem ist eine regelmäßige sportliche Betätigung unausweichlich. Körperliche Höchstleistung ist dafür allerdings nicht notwendig. Es reicht schon, wenn man seine Fitness dreimal dreißig Minuten pro Woche trainiert. Wer die Gelenke nicht belasten möchte, kann statt zu joggen einfach im schnellen Tempo gehen, Fahrrad fahren oder schwimmen.
Viele machen den Fehler und versuchen ihr Gewicht mit Crash-Diäten oder sogenannten FDH-Diäten ("Friss die Hälfte") zu verlieren. Die Abnehm-Erfolge sind jedoch nur von kurzer Dauer. Nach dem Ende solcher Radikal-Diäten setzt schnell der sogenannte Jojo-Effekt ein, und man hat das verlorene Gewicht schnell wieder drauf. Durch die abrupte Reduzierung der Nahrungszufuhr werden neue Fettzellen angelegt und aufgefüllt, damit der Körper bei der nächsten Hungerkur auf diese zurückgreifen kann. Neben den zusätzlichen Fettzellen kommt es beim Hungern zum Muskelabbau. Glukose und Eiweiß in den Muskeln werden angezapft und der Körper verliert viel Wasser. Durch Radikal-Diäten geht also zunächst kein Fett, sondern nur Wasser und Muskeln verloren, was auf lange Sicht keine Lösung und höchst ungesund ist. Außerdem wird man durch den Nahrungsverzicht viel anfälliger für Heißhungerattacken.
Für einen dauerhaften Erfolg ist es wichtig, nicht auf die Quantität der Nahrung zu verzichten, sondern auf die Qualität des Essens zu achten. Pro Tag sind 1.200 bis 1.600 Kalorien ausreichend - abhängig von Alter, Geschlecht und sportlicher Aktivität. Bei der Ernährung empfiehlt es sich, auf fettarme Produkte umzusteigen. Viele Milch- und Käseprodukte gibt es mittlerweile in fettreduzierten Ausführungen. Auch bei der Zubereitung von Essen sollte auf Fett verzichtet werden. Beim Braten sollte man nur wenig Öl und beschichtete Pfannen verwenden. Auch auf die richtige Öl-Auswahl kommt es an. Pflanzenöle wie Oliven- oder Rapsöl sind gesünder als tierische Öle. Fisch ist eine gesunde Alternative zu Fleisch, da viele Sorten wenig Fett, wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß enthalten.
Obst und Gemüse sollten in jedem Ernährungsplan vorkommen. Dabei reichen pro Tag etwa 500 Gramm aus. Diese Portionen können als Beilage gut in die Mahlzeiten integriert werden. Vollkornprodukte sind nahrhafter und gesünder als Weißmehlprodukte, da sie mehr Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien enthalten. Man darf nicht vergessen, ausreichend Wasser zu trinken. Auf Alkohol und zuckerhaltige Getränke sollte man besser verzichten. Sie enthalten jede Menge Kalorien.