Herzinfarkt: Behandlung erfordert Eigeninitiative

22. 2010

Immer mehr Männer ab dem 40. Lebensjahr erleiden einen Herzinfarkt. Behandlung und Genesung erfordern eine große Portion Eigeninitiative und Disziplin vom Betroffenen selbst. Mit Medikamenten allein ist es nicht getan.

Die zunehmend stressiger werdende Berufswelt setzt vielen nervlich zu und kann sehr belastend sein. Wenn man hier nicht in der Lage ist, einen ausreichenden Ausgleich zu schaffen, kann man seinem Körper ernsthafte Schäden zufügen. Immer weniger Menschen finden noch die Zeit, in ihrer Freizeit durch sportliche Aktivitäten Stress abzubauen. Falsche Ernährung, Gewichtszunahme und privater Stress: Faktoren, die nicht selten zusammenkommen. Wer jetzt nicht spätestens die Reißleine zieht, ist in Gefahr, auf Dauer ernsthaft krank zu werden, denn zu fettes Essen, das zu hastig hinuntergeschlungen wird, und nicht verarbeiteter Stress können langfristig das Herz-Kreislauf-System belasten.

Immer mehr Männer ab dem 40. Lebensjahr erleiden einen Herzinfarkt. Behandlung und Genesung hängen maßgeblich von einer rechtzeitigen Erkennung der Symptome ab. Meist werden die Anzeichen eines Herzinfarktes nicht sofort erkannt und richtig zugeordnet. Leichte Infarkte bleiben sogar manchmal unbemerkt, da die Patienten selbst nicht wissen, woran sie einen Infarkt erkennen. Ein unbehandelter Infarkt allerdings kann gefährlich werden, wenn weitere Arterien sich verschließen und einen schwereren Herzinfarkt auslösen. Jetzt sind eine sofortige notärztliche Behandlung und medizinische Versorgung wichtig, um das angeschlagene Herz wieder zu stabilisieren. Meist kommt man als Herzpatient nicht an einer Tablettentherapie vorbei, denn die blutverdünnenden Medikamente helfen, vor vorzeitigen Verstopfungen der Arterien zu schützen.

Aber eine Herzinfarkt-Behandlung allein durch Medikamente ist nicht ausreichend. Viel wichtiger ist, dass abgeklärt wird, wo die Ursachen für den Infarkt liegen. Dieser kann erbliche Gründe haben oder auch auf lange Sicht das Resultat zu großen Stresses sein. Der Patient muss einsehen, dass seine bisherige Lebensweise nicht vorteilhaft war, und Ernährung und Stressmanagement umstellen. Zu den risikoerhöhenden Faktoren gehören auch das Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss oder ein zu hohes Gewicht. Hier kann der Patient nach einem Infarkt durch cholesterinarme Ernährung und viel Ausdauersport etwas Positives bewirken.