Rückkehr in ein normales Leben: Alkoholismus behandeln
07. 2010In einer Suchtklinik können Trinker ihren Alkoholismus behandeln lassen. Dies setzt voraus, dass sie ihre Sucht erkennen und bekämpfen wollen. Auch die Familie der Betroffenen wird in die Therapie einbezogen.
Alkoholsucht entsteht oft schleichend, die meisten Betroffenen sehen sich selbst nicht als süchtig an. Die Lust zum Konsum alkoholischer Getränke wird unmerklich zum Zwang, der Kranke wird bereits von kleinen Mengen dazu verleitet, bis zur völligen Trunkenheit weiter zu trinken. Er verliert seine Interessen, seine Persönlichkeit verändert sich, viele Alkoholiker sind bald den Anforderungen des täglichen Lebens nicht mehr gewachsen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit sind sie nicht nur psychisch, sondern auch körperlich abhängig von der Substanz Ethanol, die der Grundstoff aller Alkoholika ist: Ohne Alkohol erleiden sie Entzugserscheinungen, die lebensbedrohlich werden können.
Um erfolgreich den Alkoholismus behandeln zu lassen, muss der Kranke sich zunächst seiner Sucht bewusst werden. Dabei können ihn Psychotherapeuten, aber auch die Familie oder Freunde unterstützen. Der langfristige Erfolg einer Suchttherapie hängt in erster Linie vom Willen des Patienten ab, seine Sucht zu bekämpfen.
Die Behandlung der Alkoholkrankheit beginnt mit einer Entgiftung, dem Kranken wird der Alkohol abrupt entzogen. Je nachdem wie weit der Alkoholismus bereits fortgeschritten ist, treten leichtere oder schwere Entzugserscheinungen auf, sie reichen von Übelkeit, Nervosität, Schlafstörungen bis hin zu Halluzinationen und dem lebensgefährlichen Delirium tremens. Deshalb findet die Entgiftung immer unter ärztlicher Aufsicht und meist stationär statt. Die Patienten erhalten Medikamente gegen die Symptome, z. B. blutdrucksenkende Mittel und Antiepileptika. Nach dem körperlichen Entzug werden Psychotherapeuten den Alkoholismus behandeln, dies erfolgt meist stationär in einer psychiatrischen Einrichtung für Suchtkranke. Die Alkoholiker lernen dort Schritt für Schritt den Weg zurück ins soziale Leben, dabei werden verschiedene therapeutische Maßnahmen angewendet. Auf jeden Fall wird die Familie des Patienten in die Therapie mit einbezogen, da sie durch dessen Sucht oft selbst stark traumatisiert ist. Darüber hinaus kann sie mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, dass der Patient nicht wieder rückfällig wird. Mehr Informationen zum Thema Alkoholismus finden sich im Internet.