Bei der Tagesgeld-Verzinsung Zinseszinseffekt beachten

22. 2010

Da die Tagesgeld-Verzinsung bei einem Tagesgeldkonto auch stark vom Zinseszinseffekt abhängen kann, sollte man über einen längeren Anlagezeitraum auf jeden Fall darauf achten, wann die Zinsausschüttung erfolgt.

Im Gegensatz zu einer Festgeldanlage wird bei allen Tagesgeldanlagen das auf dem Tagesgeldkonto befindliche Geld jeweils mitverzinst. Je öfters daher eine Zinsausschüttung stattfindet, desto größer ist der Zinseszinseffekt und somit die Tagesgeld-Verzinsung. Da man bei einer Festgeldanlage über einen bestimmten Zeitraum einen Geldbetrag "fest" anlegt, ohne dass man darüber verfügen kann, bekommt man dafür einen gleichbleibend hohen Zinssatz. Dieser Zinssatz bezieht sich aber immer auf den angelegten Grundbetrag und ändert sich daher nicht. Bei einem Tagesgeldkonto hingegen verändert sich der gewährte Zinssatz dadurch, je oft im Jahr das verzinste Tagesgeld ausgeschüttet wird.

Wenn man z. B. ein Tagesgeldkonto eröffnet hat, bei der die Verzinsung monatlich erfolgt, dann hat man in einem Jahr 12-mal eine Zinsausschüttung. Das heißt wiederum auch, dass die auf dem Tagesgeldkonto monatlich ausgeschütteten Zinsen zusammen mit dem dort befindlichen Anlagebetrag jeden Monat mitverzinst werden. Dadurch erhöhen sich stetig die Zinsen und letztlich steigt auch der Zinssatz, was man den Zinseszinseffekt nennt. Und je länger man nun seine Tagesgeldanlage mit einer monatlichen oder quartalsweisen Verzinsung des Tagesgeldes anlegt, desto größer wird der Zinseszinseffekt.

Daher kann ein Tagesgeldkonto, dessen Zinssatz niedriger als bei einem anderen ist, trotzdem über einen bestimmten Zeitraum höhere Zinsen bringen, wenn seine Zinsausschüttung nämlich häufiger erfolgt. Deshalb sollte man bei einem Tagesgeld-Vergleich nicht nur auf den gewährten Zinssatz schauen, sondern auch, wie oft die Zinsgutschrift erfolgt. Um dann genau zu berechnen, welches Tagesgeldkonto die für einen besten Tagesgeld-Zinsen bringt, sollte man einen Tagesgeld-Rechner heranziehen. Denn speziell die Zinseszinsberechnung ist nicht ganz so einfach. Bei einer Tagesgeld-Verzinsung macht sich immer der Zinseszinseffekt bemerkbar, da die ausgeschütteten Zinsen immer mitverzinst werden. Gerade bei einer längeren Verzinsung des Tagesgeldes sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man den Zinsausschüttungs-Zeitraum mit einbezieht.